„Ich muss immer etwas tun“

Von Heidi Sturm

Erschienen am 03.12.2015 um 01:00 Uhr, zuletzt geändert am 03.12.2015 um 02:40 Uhr

BAD KREUZNACH - Der Name Sonnet ist in Schützenkreisen ein „Markenzeichen“. Mehr als 30 Deutsche-Meister-Titel sowie etliche internationale Erfolge haben drei Sportler-Generationen erkämpft. Heute feiert Familienoberhaupt Hans Sonnet seinen 80. Geburtstag.

„Ein schönes Alter, ich genieße es“, sagt der Jubilar, der ans „kürzertreten“ noch lange nicht denkt und mit seinem prall gefüllten Terminkalender das beste Beispiel für den typischen Unruhestand ist. Auf die Couch setzen und mehr als die Nachrichten im Fernsehen gucken – das kommt für ihn überhaupt nicht in Frage: „Ich muss immer etwas tun und organisieren“, lacht der quirlige Planiger, der lieber am PC sitzt und arbeitet.

Neben der eigenen Familienhomepage hat er ehrenamtlich auch noch für den örtlichen Sportverein, das Weindorf Planig, den Dorfverschönerungsverein und die evangelische Kirchengemeinde die Webseiten gestaltet und betreut sie teils seit mehr als zehn Jahren, füttert sie auch intensiv mit eigenen Bildern, für die er ständig mit der Kamera unterwegs ist, denkt auch schon darüber nach, sich im nächsten Jahr als Stadtfotograf zu bewerben.

Schießstand im Keller

Daneben macht der früher selbständige Bäcker- und Konditormeister auch noch mindestens einmal monatlich mit seiner Frau den Nachtisch für das Seniorenessen in der „Mühle“, betreut seit 15 Jahren die Mitgliederverwaltung der Harmonie, bei der er gar kein Mitglied ist. Er findet auch noch Zeit für tägliche Spaziergänge, für Radfahren, Kegeln, das Training im eigenen Luftpistolen-Schießstand im heimischen Keller – und natürlich für sein großes Engagement bei der Schützengesellschaft, das er etwa als Jugendtrainer und Vorstandsmitglied seit mehr als einem halben Jahrhundert mit Herzblut und Leidenschaft betreibt. Zeitweise war er nicht nur Jugendwart im Verein, sondern auch im Kreis-, Bezirks- und Landesverband, bildete auch in Lehrgängen aus.

Hauptsächlich sieht Hans Sonnet sich aber als Manager, Kofferträger und Trainer seiner Sportlerfamilie, in der er für die intensive Förderung der Ehefrau und der beiden Töchter seine eigenen sportlichen Ambitionen immer zurückgestellt 
hat. Schwergefallen ist ihm das nicht: „Ich habe doch alles erreicht, da brauche ich keine eigenen Titel“, unterstreicht er lächelnd mit Blick auf den reich gefüllten Trophäenschrank. Als Schütze selbst beweisen konnte er sich beim „Er-und-Sie-Familienwettbewerb“, bei dem man sieben Jahre in Folge die Nummer 1 in Deutschland war.

   
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